HARDY LADDEY

Malerei Zeichnungen Atelierkurse

BILDSPRACHE

Die Bilder von Hardy Laddey zeigen fast ausschließlich Menschen in verschiedenen Situationen und Beziehungen zueinander. Zitiert man die japanische Kompositionslehre, so fungieren zum Beispiel Tiere als Gast bzw. Dienerschaft.
Der Focus auf seine Serie mit Schwerpunkt Schaufensterpuppen, die durch ihre morbid-grazilstarre Schönheit bestechen, offenbart, dass Hardy Laddey vor allem die Darstellung sowohl des Menschen "an sich" als auch des Menschen als Abbild unserer Gesellschaft fasziniert, und zwar so sehr, dass die in seinen Bildern dargestellten Menschen förmlich fühlbar werden.
Deren meist nur angedeutete Umgebung, die spannungsgeladene Hintergrundgestaltung kennen sowohl schlichte Alltäglichkeiten als auch betonte Künstlichkeit der Inszenierung. In jeden Fall werden Themen/ Sujets der sichtbaren Erfahrenswelt abgebildet.
In der Regel gelten Bilder aus diesem Grunde als "realistisch" - ein Begriff, der bei Hardy Laddey jedoch nicht in allen Facetten zutrifft, denn die Darstellung vertrauter Dinge aus der Welt des Betrachters beinhaltet keineswegs zwangsläufig auch die "normale", logische Kohärenz der Wirklichkeitsausschnitte, so wie sie der Künstler darstellt.
Hardy Laddey interessiert darüber hinaus weniger der konkrete Einzelfall als vielmehr das Prinzip des künstlichen Arrangements in der Wirklichkeit des Alltags.
Populäre Posen, Medienbezogenheit und Kompositionsschemata werden Bildgegenstand und bestimmen die Bildform mit.
Im Unterschied zum sogenannten Fotorealismus wird das mechanische Auge nicht als eine das Sehen und Lesen von Bildern prägende Technik zum Thema, sondern in der durch es provozierten Verhaltensform des Bildmotivs.
Hardy Laddey versteht sich auch als Porträtist, das Gesicht sezierend, aufbauend auf der Technik und dem Sehen alter Meister. Die Ausführung etlicher Porträtaufträge repräsentiert insofern denselben Realitätsgrad, als sie deutlich die Bedingungen des "Ölbildes" den Vorgang des richtigen Sehens, die Pose des "Sitzens" in die Bildaussage integriert.
Seine Bilder sind oft der Ausdruck seiner persönlichen Erfahrungen sowie bruchstückhafte Erinnerungsfetzen, die zu einem Gesamtkunstwerk inszeniert werden.
Schöne Menschen aus seinem früheren und heutigen Bekanntenkreis, hier und da prominente aus Politik und Kultur vereinen sich häufig mit der spannungsgeladenen Verbundenheit oder Konkurrenz, wie sie nur zwischen Menschen existieren kann.
In seinen Bildern tauchen immer wieder Menschen auf, die alle Facetten menschlicher Emotionen offenbaren. Das Schön- sein, ein ausschließlich harmonisches Bild erzeugen, Gefallen- Wollen- das ist nicht seine Sache.
Er komponiert seine Bilder aus tiefem Gefühl heraus, vereinigt zum Teil collagenartig Versatzstücke der Erlebniswelt zu teilweise gestörter Bildharmonie.
Hardy Laddey sagt von sich: "wer aus dem tiefsten Gefühl heraus schafft, aus dem innersten heraus gesteuert, ist immer ein Kind seiner Zeit und somit auch authentisch und aktuell."
"Ein Künstler der das Leben, die Menschen und die Tiere liebt, will sie auch durch seine Bilder sprechen lassen."
Immer wieder verschmelzen Emotionen zu einem Kunstwerk, wobei er, wie seine Bilder zeigen, hohe Anforderungen an sich selbst stellt.
Dieser immerwährende Prozess des Tuns, des Innewerdens, des sich- selbst- Verbesserns, des Verwerfens und wieder Setzens begreift er als eine in Form gebrachte Forderung nach Entwicklung seiner Künstlerpersönlichkeit.
In seiner ganz speziellen Malweise, Aquarellfarbe und Schlußlackierung auf Hartfaser, Pappe oder Leinwand hat er sein Medium gefunden, mit dem er es Meisterhaft versteht sich auszudrücken.
Dickschichtige Kasein- Malgrundierung mit verschiedenen Füllstoffen sind für ihn ein wichtiges Gestaltungselement. Risse, Brüche, Einschnitte, Kratzer und Erhebungen gezielt eingesetzt, zeigen sich im Endstadium als sein, ihm leicht zuzuordnender ihm eigener Malstil.
Man ist versucht, seine Werke nicht nur zu sehen, sondern auch zu fühlen,- ich fühle mit ihm. Das Leben ist Endlich, die Kunst kennt kein Ende sondern ständige Erneuerung unter Einbeziehung der Qualitätskriterien alter Meister.


Prof. Simon Weiss USA